Über meine Kunst

Hintergründe meiner Kunst

Schon seit meiner frühen Kindheit gehört Malen als etwas sehr Wichtiges zu meinem Leben dazu. Es hat immer wieder Phasen gegeben, in denen ich viel gemalt habe, aber auch Phasen, in denen das Malen aufgrund bestimmter Lebensumstände in den Hintergrund getreten ist. Gerade in den letzten Jahren habe ich mich des Öfteren gefragt, ob ich vielleicht hauptberuflich Künstlerin statt Psychotherapeutin geworden wäre, wenn mich die herausfordernden Umstände meiner Kindheit und Jugend nicht mit tiefgehenden Fragen konfrontiert hätten, die mich schließlich zum Studium der Psychologie und zu meiner Berufstätigkeit als Psychotherapeutin, Seminarleiterin und Buchautorin geführt haben. Ich liebe meine Arbeit sehr und tue sie mit ganzem Herzen. In dieser Tätigkeit brauche ich meinen analytischen Verstand, aber auch meine Kreativität, und es macht mir großen Spaß, diese anzuwenden.
Vor einiger Zeit ist das Bedürfnis in mir aufgetaucht, meine Kreativität unabhängig davon zu leben, ob ich anderen Menschen damit helfe. Es ist ja ein Unterschied, ob ich diese anwende, um andere Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben zu transformieren, oder ob ich „nur“ mit meinem Unterbewusstsein oder mit dem Universum kommuniziere und Werke daraus entstehen, die einfach ein Ausdruck meines Selbst sind und von denen ich erst einmal gar nicht weiß, ob sie für andere Menschen Bedeutung haben. Natürlich gibt es Überschneidungen und die Themen, die ich mit meinen KlientInnen in Therapiestunden bearbeite, finden sich zum Teil auch in meinen Bildern.
Ein wichtiges Schaffensgebiet für mich ist die Porträtmalerei. Wenn ich Porträts male, so liegt mir nicht daran, ein Gesicht möglichst naturgetreu abzubilden, sondern mein Interesse ist es, das Innere der Person sichtbar zu machen, also die emotionale Welt des Menschen, die vielleicht nur ansatzweise in seinen Gesichtszügen erkennbar ist. Ich versuche diese Züge dann zu verstärken.
Wenn ich abstrakte Bilder male, bringe ich erst einmal nur das zum Ausdruck, was direkt aus meinem Unterbewusstsein herauskommt. Diese Bilder haben einen großen Interpretationsspielraum. Des Öfteren male ich Fragmente, die wie zerstückelte Menschen oder Gesichter aussehen, die sich dann aber wieder auf eine neue Art und Weise zusammensetzen, je nachdem, wie man das Bild betrachtet. Deshalb denke ich, dass ich Themen, mit denen ich in meiner therapeutischen Arbeit fast täglich konfrontiert bin, wie Auswirkungen von Gewalt und Missbrauch, aber auch Heilungsprozesse von solchen Erfahrungen, ebenfalls in meinen Bildern verarbeite.
Auch der spirituelle Bereich hat einen Platz in meiner Kunst. In den letzten Jahren habe ich viele Reisen an spirituelle Orte gemacht, wie zum Beispiel Machu Picchu, Angkor Wat, sowie viele Tempel in Vietnam, Laos, Kambodscha und Thailand. Ich nehme dann Fotos, die ich dort mache, als Vorlagen. So habe ich beispielsweise ein in Stein gehauenes Gesicht eines Mannes aus Angkor Wat gemalt, weil er mir so lebendig erschien, und ich fast den Eindruck hatte, als lebe seine Seele in dem Fels, in den sein Gesicht gehauen ist.
Wenn Sie Interesse am Kauf eines meiner Bilder haben oder weitere Informationen möchten, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme unter ulrike@tigresa.de
Jetzt wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Anschauen meiner Bilder,
Herzlichst,
Ulrike Vinmann